UFC London enthüllt die hässliche Wahrheit über die Bezahlung von Kämpfern, und niemandem ist zum Lachen zumute

UFC London enthüllt die hässliche Wahrheit über die Bezahlung von Kämpfern, und niemandem ist zum Lachen zumute

Wenn dein Chef einem Boxer mehr zahlt als du in deiner gesamten Karriere verdient hast

UFC Fight Night in der Londoner O2 Arena am 22. März 2026 sollte eigentlich um die Kämpfe gehen. Und fairerweise muss man sagen: Es gab einige absolute Kracher. Doch die eigentliche Geschichte, die dieses Gebäude verliess, war nicht das, was sich im Oktagon abspielte. Es war der wachsende Chor von Kämpfern, die es, ganz offen gesagt, satt haben, für ein Butterbrot bezahlt zu werden, während die UFC Geld druckt.

Der Auslöser? Conor Benns gemeldeter Einnahmpf-Deal über £11 Millionen mit Zuffa Boxing, Dana Whites eigener Boxförderung. Lass das kurz sacken. Ein Kampf. £11 Millionen. Währenddessen sagen UFC-Veteranen mit jahrelanger Erfahrung und spektakulären Finishes öffentlich, dass sie sich kaum ihre Trainingslager leisten können.

Die Zahlen lügen nicht

Hier wird es für die UFC-Führung richtig unangenehm. Die Promotion sicherte sich kürzlich einen gigantischen Übertragungsvertrag über 7,7 Mrd. USD (5,7 Mrd. £) mit Paramount, der sieben Jahre abdeckt und rund 1,1 Mrd. USD jährlich einbringt. Das ist fast doppelt so viel wie die vorherige ESPN-Vereinbarung, die rund 550 Mio. USD pro Jahr zahlte. Der Jahresumsatz der UFC erreichte 2025 die Marke von 1,502 Mrd. USD.

Also wohin fliessen all diese Gelder? Sicher nicht zu den Kämpfern. UFC-Athleten erhalten je nach Analysten schätzungsweise 13 bis 20 % des Umsatzes. Im Vergleich dazu kassieren Boxer typischerweise rund 60 %. Die Lücke ist frappierend und wird für die UFC zunehmend schwerer zu rechtfertigen.

Proteste, Appelle und Einlaufmusik

Die Frustration beim UFC London äusserte sich auf herzzerreissende wie kreative Weise. Danny Silva erklärte nach seinem Sieg im Post-Fight-Oktagon-Interview mit Michael Bisping, dass er pleite sei. Nicht gerade die Siegesrede, die die Promotion Millionen von Zuschauern senden möchte.

Michael 'Venom' Page wählte einen theatralischeren Ansatz und liess sich mit Michael Jacksons 'They Don't Care About Us' einlaufen. Subtil war das nicht. Conor McGregor unterstützte die Geste öffentlich in den sozialen Medien. Bemerkenswert: Dana White soll die Arena während MVPs Kampf verlassen haben.

Dann ist da noch Nathaniel Wood, ein Publikumsliebling, der der UFC acht Jahre und 11 Siege aus 14 Kämpfen geschenkt hat. Ein echter Diener des Sports, der aber immer noch um finanzielle Sicherheit kämpft, die längst hätte kommen müssen.

Eine Welle der Unzufriedenheit

UFC London war kein Einzelereignis. Der Aufstand der Kämpfer wegen ihrer Bezahlung hat sich im frühen Jahr 2026 aufgebaut, ausgelöst vor allem durch den Paramount-Deal, der die traditionellen Pay-per-View-Einnahmen abschaffte. Betrachte den Dominoeffekt:

  • Conor McGregor erklärte öffentlich, sein Vertrag sei "im Grunde nichtig", da er auf PPV-Verkäufen basierte, die es nicht mehr gibt
  • Joe Rogan, der eigene Kommentator der UFC, stellte sich in seinem Podcast auf die Seite der Kämpfer und verglich es damit, wie er in seinen Comedy-Clubs Komiker mit 80 % beteiligt
  • Ronda Rousey machte mit Kritik an der UFC-Bezahlung auf einer Pressekonferenz Schlagzeilen
  • Justin Gaethje behauptete, er bekomme unter dem neuen Deal "keinen Dollar mehr"
  • Tom Aspinall, der Schwergewichtschampion, unterzeichnete einen separaten Werbevertrag mit Boxpromoter Eddie Hearn, um sein UFC-Einkommen aufzubessern

Wenn dein Schwergewichtschampion einen Nebenjob braucht, stimmt grundlegend etwas nicht.

Bonuszahlungen sind nicht die Lösung

Anerkennung, wo sie verdient ist: Die UFC hat die Post-Fight-Boni im Januar 2026 von 50.000 auf 100.000 USD erhöht, mit zusätzlichen 25.000 USD als Finish-Bonus. Mason Jones und Axel Sola, die beim UFC London einen echten Kandidaten für den Kampf des Jahres lieferten, nahmen jeweils diesen 100.000-USD-Bonus mit nach Hause.

Aber hier ist der Haken. Boni sind ein Pflaster auf einem strukturellen Problem. Wenn deine Übertragungseinnahmen sich verdoppelt haben und deine Kämpfer immer noch irgendwo zwischen 13 % und 20 % des Kuchens erhalten, löst man das grundlegende Ungleichgewicht nicht, indem man einer Handvoll Darsteller pro Veranstaltung zusätzliche 50.000 USD zuwirft.

Dana Whites Antwort? Die Kämpferbezahlung werde "in den nächsten sieben Jahren völlig in Ordnung" sein. Man darf wohl davon ausgehen, dass die Kämpfer das anders sehen.

Das Fazit

Die UFC bietet das beste Kampfsportprodukt auf dem Planeten. Das steht ausser Frage. Doch der Umgang der Organisation mit den Athleten, die dieses Produkt erst möglich machen, wird zu ihrer grössten Schwachstelle. Wenn Kämpfer Begegnungen gewinnen und unmittelbar danach vor der Kamera ihre Armut beklagen, ist das ein verheerendes Bild. Wenn das eigene Boxunternehmen einem einzigen Kämpfer mehr zahlt, als die meisten UFC-Veteranen in ihrer gesamten Karriere verdienen, ist die Heuchelei nicht zu übersehen.

Irgendetwas muss sich ändern. Die einzige Frage ist, ob die UFC handelt, bevor der Damm vollständig bricht.

Den Originalartikel lesen bei Quelle.

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Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.