Sony erhöht den PS5-Preis um £90 – als ob Gaming nicht schon teuer genug wäre
Sony erhöht den PS5-Preis ab April 2026 um £90 auf £569,99. Wir erklären, warum KI und Geopolitik Gaming immer teurer machen und was das für Käufer bedeutet.
Dein Geldbeutel hat gerade eine Erschütterung gespürt
Sony hat mal wieder eine Preiserhöhung für die PlayStation 5 angekündigt, und diesmal trifft es richtig weh. Ab dem 2. April 2026 steigt der PS5-Preis in Großbritannien von £479,99 auf £569,99 – eine Erhöhung von 19 %, die die Konsole im Vergleich zum Launch im November 2020 rund 30 % teurer macht. Zur Erinnerung: Der ursprüngliche Preis lag bei £449,99. Die PS5 reift wie ein guter Wein – nur dass das Einzige, das reift, der Preisschild ist.
Die vollständige Schadensmeldung
Schauen wir uns die Zahlen an, denn sie sind alles andere als erfreulich:
- PS5 (Disc-Edition): £569,99 (plus £90, eine Erhöhung um 19 %)
- PS5 Digital Edition: £519,99 (plus £90, eine Erhöhung um 21 %)
- PS5 Pro: £789,99 (plus £90, eine Erhöhung um 13 %)
- PlayStation Portal: £219,99 (plus £20)
Jenseits des Atlantiks kostet die PS5 nun $649,99, während die PS5 Pro auf satte $899,99 klettert. Das ist gefährlich nah an der psychologischen $1.000-Marke – was für einige unterhaltsame Gespräche zwischen Teenagern und ihren Eltern zu Weihnachten sorgen dürfte.
Warum passiert das?
Sony-Vizepräsidentin Isabelle Tomatis beschrieb die Erhöhungen als „einen notwendigen Schritt, um weiterhin innovative, hochwertige Gaming-Erlebnisse liefern zu können." Was auf Unternehmens-Deutsch bedeutet: Bauteile sind enorm teuer geworden, und irgendjemand muss das bezahlen.
Der eigentliche Schuldige? KI. Genauer gesagt der unstillbare Hunger der KI-Rechenzentren nach RAM und Speicher. Die DRAM-Vertragspreise stiegen im ersten Quartal 2026 um erstaunliche 90 bis 95 %, da Tech-Giganten die weltweiten Kapazitäten für ihre neuesten großen Sprachmodelle aufkauften. Gaming-Hardware konkurriert inzwischen direkt mit KI-Infrastruktur um dieselben Chips.
Piers Harding-Rolls, leitender Analyst bei Ampere Analysis, nannte diesen LieferkettenSchock als Hauptursache. Sony ist damit nicht allein: Valve musste seine Steam-Machine-Konsole kürzlich verzögern und die Preisgestaltung aus genau demselben Grund überdenken.
Es kommt noch schlimmer
Der anhaltende US-israelische Konflikt mit dem Iran hat die Lage zusätzlich verschärft. Der Brent-Rohölpreis ist um 10 bis 13 % gestiegen, und rund 19 % des weltweiten LNG-Handels durch die Straße von Hormus wurden gestört. Höhere Energiekosten wirken sich auf Produktion und Versand aus und treiben die Bauteilpreise weiter in die Höhe.
Es ist auch bereits die zweite Preiserhöhung von Sony innerhalb eines Jahres. Die PS5 Digital Edition wurde im August 2025 bereits um £40 teurer, was bedeutet, dass treue PlayStation-Fans in etwa acht Monaten insgesamt £130 mehr bezahlt haben. Das ist das Art von Treueprogramm, um das niemand gebeten hat.
Das große Bild für die Gaming-Branche
Der Zeitpunkt hätte kaum ungünstiger sein können. Nur wenige Tage vor Sonys Ankündigung bestätigte Epic Games den Abbau von rund 1.000 Stellen – etwa 20 % der Belegschaft – und verwies auf rückläufiges Engagement bei Fortnite. Die durchschnittlichen monatlichen PlayStation-Spielstunden für das Spiel sanken Berichten zufolge zwischen Februar 2025 und Februar 2026 von 21 auf 16 Stunden.
Sowohl Microsoft als auch Nintendo haben 2025 ihre Konsolenpreise erhöht, und Analysten erwarten weitere Preisanstiege branchenweit. Das Zeitalter der erschwinglichen Spielkonsole scheint sich dem Ende zu nähern – eingeklemmt zwischen KI-Nachfrage, geopolitischer Instabilität und der schlichten Wirtschaftlichkeit der Herstellung komplexer Elektronik im Jahr 2026.
Das Fazit
Eine Preiserhöhung von 19 % auf eine Konsole, die sich im sechsten Jahr ihres Lebenszyklus befindet, ist historisch beispiellos. Die PS5 bleibt ein hervorragendes Stück Hardware, aber bei £570 wird es zunehmend schwer, sie gegenüber einem mittelklassigen Gaming-PC zu empfehlen – insbesondere wenn das Digital-Only-Modell inzwischen mehr kostet als die Disc-Edition noch vor wenigen Monaten. Wer bisher unentschlossen war, ob er eine PS5 kaufen soll: Auch die Unentschlossenheit ist gerade deutlich teurer geworden.
Den Originalartikel lesen Sie hier: Quelle.
