Samsung Galaxy S26 Ultra Review: Das einzige Smartphone, das ein Geheimnis bewahren kann
Das jaehrliche Upgrade-Ritual
Es ist wieder so weit. Die Blaetter tun, was Blaetter eben so tun, das britische Wetter ist unberechenbar wie immer, und Samsung hat wieder eine Glas-und-Metall-Scheibe herausgebracht, die mehr kostet als ein ordentliches Gebrauchtauto. Willkommen im Zeitalter des Samsung Galaxy S26 Ultra. Wer ein radikales Redesign erwartet, das das Smartphone in einen holografischen Projektor oder einen persoenlichen Koch verwandelt, sollte die Erwartungen jetzt besser zurueckschrauben. Wer es aber leid ist, dass der Sitznachbar im Bus die privaten Nachrichten mitliest, fuer den hat Samsung vielleicht endlich einen Weg gefunden, den atemberaubenden Preis zu rechtfertigen.
Der Star der Show: Ein Bildschirm nur fuer Sie
Kommen wir direkt zum Punkt. Das Highlight in diesem Jahr ist das integrierte Privacy-Display. Jahrelang waren wir auf diese schrecklichen Kunststoff-Displayschutzfolien von Amazon angewiesen, die das wunderschoene hochaufloesende Display aussehen lassen, als waere es mit Butter beschmiert. Samsung hat sich endlich entschieden, diese Funktion direkt in die Hardware zu integrieren. Es ist eine clevere technische Loesung, die die Blickwinkel des Displays einschraenkt, ohne dass es von vorne wie ein duesteres Durcheinander wirkt.
In der Praxis funktioniert es bemerkenswert gut. Wer direkt auf den Bildschirm schaut, erlebt das gewohnte lebendige, kraeftige und leicht uebersaettigte AMOLED-Erlebnis. Bewegt man sich jedoch nur ein paar Grad nach links oder rechts, verdunkelt sich der Bildschirm deutlich. Es ist kein vollstaendiges Blackout, aber es reicht definitiv aus, um die Person, die einem in der Londoner U-Bahn ueber die Schulter schaut, daran zu hindern zu sehen, wie viel man gerade fuer Kaffee zum Mitnehmen ausgegeben hat. Das Beste daran: Fuer den eigentlichen Nutzer gibt es kaum Kompromisse bei Helligkeit oder Farbgenauigkeit. Ein Gewinn fuer alle, denen persoenlicher Raum in einer zunehmend ueberfuellten Welt wichtig ist.
Dasselbe alte Geraet
Abgesehen vom magischen Bildschirm ist das S26 Ultra ein echter Fall von Deja-vu. Wer ein S24 oder S25 Ultra kennt, kennt dieses Smartphone. Es ist nach wie vor ein massiges, kompromisslos rechteckiges Geraet, das mit Sicherheit aus der Hosentasche herausragt. Der Titanrahmen ist zurueck und fuehlt sich so hochwertig an wie eh und je, auch wenn er nicht leichter wirkt als im letzten Jahr. Es ist ein robustes Geraet, das fuer die Strapazen des Alltags ausgelegt ist, sofern man es nicht ohne Huelle auf dem Buergersteig in Croydon fallen laesst.
Leistung und Akkulaufzeit
Unter der Haube steckt der neueste Hochleistungsprozessor. Er ist schnell. Natuerlich ist er schnell. Er bewaeltigt Multitasking, Gaming und aufwendige Videobearbeitung mit einer Leichtigkeit, die einen fragen laesst, warum wir je Desktop-Computer gebraucht haben. Aber die Realitaet ist: Die meisten Nutzer werden im Alltag keinen Unterschied zum Vorgaenger bemerken. Instagram eine halbe Sekunde schneller zu oeffnen veraendert das Leben nun einmal nicht. Die Akkulaufzeit bleibt solide und uebersteht problemlos einen vollen Tag intensiver Nutzung, was unverzichtbar ist, wenn man sich durch die Tuecken des britischen Schienennetzes navigiert und darauf angewiesen ist, dass das digitale Ticket auch wirklich funktioniert.
Die Kamera: Evolution statt Revolution
Samsung setzt auf sein bewaehrtes Kamerasystem. Es gibt nach wie vor den grossen Hauptsensor und die beeindruckenden Zoom-Moeglichkeiten, mit denen man Fotos von Dingen machen kann, die unangenehm weit entfernt sind. Die Bildverarbeitung wurde leicht ueberarbeitet und wirkt etwas natuerlicher, entfernt sich von den Neongruen- und Neonblautoenung der Vorgaengergenerationen. Es ist ein fantastisches Kamerasystem, wohl das vielseitigste auf dem Markt, aber kein Grund fuer ein Upgrade, wenn man bereits ein Flaggschiff der letzten zwei Jahre besitzt.
Die wirtschaftliche Realitaet
Wir muessen ueber den Preis reden. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist es eine grosse Forderung, weit ueber tausend Pfund fuer ein Smartphone zu verlangen. Samsung positioniert das Geraet klar als Luxuswerkzeug fuer Power-User und alle, die die Privacy-Funktionen wirklich benoetigen. Fuer den durchschnittlichen Nutzer wird die Rechtfertigung des Preises immer schwieriger. Wer einen rollierenden Vertrag hat oder das Geraet direkt kaufen moechte, muss sich wirklich fragen, ob ein Privacy-Bildschirm und ein etwas schnellerer Chip den monatlichen Schlag auf das Konto wert sind.
Die Vorteile
- Der Privacy-Bildschirm ist wirklich nuetzlich und gut umgesetzt.
- Die Displayqualitaet bleibt die beste der Branche.
- Die Akkulaufzeit ist zuverlaessig fuer lange Pendelstrecken.
- Der S-Pen ist noch immer dabei, fuer die drei Menschen, die ihn tatsaechlich nutzen.
- Erstklassige Verarbeitungsqualitaet, die ihr Geld wert ist.
Die Nachteile
- Das Design ist stagniert und vorhersehbar geworden.
- Es ist in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten unglaublich teuer.
- Kaum nennenswerte Verbesserungen gegenueber dem S25 Ultra.
- Es ist nach wie vor ein riesiges Smartphone, das sich kaum einhaendig bedienen laesst.
Das Urteil
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist ein brillantes Smartphone, aber auch ein sicheres. Der Privacy-Bildschirm ist eine fantastische Ergaenzung, die ein echtes Problem fuer Pendler und datenschutzbewusste Nutzer loest. Er funktioniert ohne die ueblichen Kompromisse bei der Bildschirmqualitaet, was technisch keine Kleinigkeit ist. Der Rest des Pakets fuehlt sich jedoch wie eine sehr polierte Ehrenrunde an. Wer noch ein S21 oder ein aelteres Geraet besitzt, wird dieses Smartphone wie Magie erleben. Wer etwas Neueres hat, sollte sein Geld vielleicht behalten und auf etwas wirklich Bahnbrechendes warten. Es ist ein tolles Geraet, aber in einer Welt, in der jeder Cent zaehlt, ist es eher ein Luxus als eine Notwendigkeit.
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