Premiership Runde 11: Russell dreht auf, Tigers schlagen zu und Quins versinken weiter
Die Premiership ist zurück, und sie hat Feuerwerk mitgebracht
Nach der Sechs-Nationen-Pause kehrte die Gallagher Premiership in Runde 11 mit der Subtilität eines Güterzugs zurück. Bath zertrümmerte Saracens, Leicester kletterte in die Playoff-Ränge, und Harlequins setzen ihren beunruhigenden Marsch in Richtung Bedeutungslosigkeit fort. Fangen wir an.
Bath 62-15 Saracens: Finn Russells Meisterklasse
Wer dachte, Finn Russell könnte nach Schottlands anstrengendem Sechs-Nationen-Turnier ein wenig angeschlagen zurückkehren, der hat offensichtlich nicht richtig aufgepasst. Der Fly-Half erschien am 20. März im Rec und inszenierte eine 62-15-Demontage der Saracens, die gleichzeitig chirurgisch präzise und gnadenlos war.
Russell steuerte 17 Punkte durch sieben Umwandlungen und eine Strafe bei und dirigierte Baths Angriff wie ein Mann, den das Konzept der Verteidigung persönlich beleidigt. Neun Versuche insgesamt. Neun. Henry Arundell schnappte sich zwei davon, darunter eine 70-Meter-Interception, die jeden Saracens-Verteidiger im Stadion an seinen Lebensweg zweifeln ließ. Alfie Barbeary, Sam Bayliss, Joe Muir, Ben Spencer, Siva Tuipulotu, Ted Pepper und Juan van der Linde punkteten ebenfalls.
Zu Saracens' Ehre sei gesagt, dass Tobias Elliott schon nach 70 Sekunden zum 1:0 einlief. Im Nachhinein war das in etwa so, als würde man einen Bären pieksen und dann merken, dass man die Laufschuhe zu Hause vergessen hat. Bath führte zur Halbzeit 31-15 und hielt im zweiten Abschnitt das Gaspedal fest gedrückt.
Das Ergebnis katapultierte Bath an die Tabellenspitze der Premiership, drei Punkte vor Northampton. Für Russell war es der perfekte Weg, um alles von Schottlands herber Niederlage gegen Irland am Super Saturday abzuschütteln. Vereinsrugby als Therapie in Reinform.
Harlequins 19-26 Gloucester: Die Abwärtsspirale geht weiter
Wenn Sie Quins-Fan sind, sollten Sie vielleicht wegsehen. Obwohl Sie das wahrscheinlich schon seit Wochen tun.
Harlequins führten am 21. März gegen Gloucester im The Stoop zur Halbzeit mit 14-7 und schafften es trotzdem, 19-26 zu verlieren. Dazu bedarf es einer besonderen Art von Selbstsabotage. Gloucester, das mit nur einem Ligasieg in der gesamten Saison in dieses Spiel gegangen war, lieferte ein beherztes Comeback in der zweiten Halbzeit, obwohl Scrum-Half Tomos Williams bereits in der 18. Minute mit einer Schulterverletzung ausschied.
Arthur Clark erzielte den entscheidenden späten Versuch, um Gloucesters erst zweiten Ligasieg der Saison zu besiegeln. Lewis Ludlows Zeitstrafe wegen eines gefährlichen Rausschubs half den Cherry and Whites nicht gerade, aber sie bissen sich trotzdem durch.
Für Harlequins ist das echtes Alarmgebiet. Sie stehen nun auf Tabellenplatz neun, sechs Punkte hinter Gloucester. Was als sicheres Heimspiel gegen einen schwächelnden Gegner gedacht war, entwickelte sich zu einer weiteren Übung im Verspielen von Führungen. Das Trainerteam wird sich einige unbequeme Fragen gefallen lassen müssen.
Leicester Tigers 33-19 Bristol Bears: Moro und Searle stehlen die Show
Im Mattioli Woods Welford Road lieferten die Leicester Tigers am 22. März eine Vorstellung mit echter Substanz, schlugen die Bristol Bears 33-19 und sprangen auf den dritten Tabellenplatz.
Der argentinische Flanker Joaquin Moro setzte seine bemerkenswerte Saison mit einem weiteren Versuch fort und erhöhte seine Ausbeute auf acht Treffer in 22 Einsätzen. Der Mann macht ein überzeugendes Argument für einen festen Platz in der Pumas-Auswahl. Jasper Liebenberg, Izaia Perese und Hamer-Webb punkteten ebenfalls, während Billy Searle als Fly-Half die Fäden zog. Searles Tritte waren metronom-präzise, drei Strafen und zwei Umwandlungen, darunter ein absolutes Traumtor aus 46 Metern.
Leicester sicherte sich spät einen Bonuspunkt-Versuch als i-Tüpfelchen, ein Ergebnis, das Bristol vom vierten auf den fünften Platz verdrängt. In einer Saison, in der sich das Playoff-Bild wöchentlich verändert, war das eine Ansage der Tigers.
Weiteres aus Runde 11
- Northampton 28-27 Newcastle - Saints hielten mit einem einzigen Punkt Vorsprung in einem echten Nervenspiel durch.
- Exeter 26-14 Sale - Die Chiefs erledigten die Arbeit souverän im Sandy Park.
Das große Bild
Diese Runde hat die aufkommende Erzählung der Premiership auf den Punkt gebracht. Bath und Northampton setzen sich oben ab, Leicester hat sich in die Playoff-Diskussion gedrängt, und Harlequins stecken in echter Not. Mit dem Saisonendspurt vor der Tür schwindet die Fehlertoleranz rasant.
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