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Ölpreise stürzen ab, während Trump Iran-Friedensgespräche ankündigt, die Iran als nicht existent bezeichnet

Ölpreise fallen um uber 10 Prozent nach Trumps Behauptung uber Iran-Friedensgesprache. Teheran dementiert alles und nennt es Fake News zur Marktmanipulation.

Ölpreise stürzen ab, während Trump Iran-Friedensgespräche ankündigt, die Iran als nicht existent bezeichnet

Ein Social-Media-Post, Milliarden in Marktbewegungen

Wer die globalen Ölmärkte erschüttern will, braucht offenbar nur einen Social-Media-Post des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Am 23. März 2026 verkündete Donald Trump "produktive Gespräche" mit Iran und ordnete eine fünftägige Pause bei Militärschlägen gegen iranische Energieinfrastruktur an. Der Brent-Rohöl-Preis rauschte daraufhin in die Tiefe und schloss bei 99,94 Dollar pro Barrel, ein Minus von 10,92 Prozent. WTI folgte dem Trend und schloss bei 88,13 Dollar, ein Rückgang von 10,28 Prozent.

Es gibt nur einen kleinen Haken: Iran sagt, dass nichts davon wirklich passiert.

Die Behauptung

Trump postete, dass Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner am Sonntagabend Gespräche mit "einer hochrangigen Person" im Iran geführt hätten, was er als Schritt in Richtung einer "vollständigen und totalen Beilegung der Feindseligkeiten" bezeichnete. Er ordnete eine fünftägige Pause bei Angriffen auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur an, um der Diplomatie Raum zu geben.

Die Dementi

Teheran wollte davon absolut nichts wissen. Das iranische Außenministerium dementierte jeden laufenden Dialog kategorisch. Ein hochrangiger iranischer Sicherheitsbeamter bezeichnete die Behauptungen als "psychologische Taktiken." Und in der meistzitierten Reaktion nannte Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf die ganze Sache "Fake News," die darauf abziele, "die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren."

Angesichts der Tatsache, dass der Ölpreis intraday um bis zu 14 Prozent eingebrochen war, bevor er sich teilweise erholte, könnte er beim Thema Marktmanipulation einen Punkt haben, ob beabsichtigt oder nicht.

Die Zahlen sprechen für sich

Die Marktreaktion war atemberaubend. Brent-Rohöl brach intraday um bis zu 14 Prozent ein, bevor es sich auf einen Schlusskurs von 99,94 Dollar erholte, was die erste Schlussnotiering unter 100 Dollar seit dem 11. März markierte. Die asiatischen Märkte waren bereits vor Trumps Ankündigung stark gefallen, mit einem Rückgang des südkoreanischen Kospi um 6,5 Prozent und des japanischen Nikkei um 3,5 Prozent, doch die Wall Street liebte die Neuigkeit. Der Dow Jones stieg um 631 Punkte (1,38 Prozent), der S&P 500 legte um 1,15 Prozent zu, und US-Aktien gewannen rund 1,7 Billionen Dollar zurück. Selbst Gold zog sich zurück und fiel um fast 1,9 Prozent auf 4.489,60 Dollar, während europäische Erdgasfutures unter 55 Euro pro Megawattstunde sanken.

Warum das so viel bedeutet

All das spielt sich vor dem Hintergrund der US-israelischen Militärkampagne gegen Iran ab, die am 28. Februar 2026 begann. Der Konflikt war für die globalen Energiemärkte schlicht katastrophal. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass der Krieg das globale Ölangebot um etwa 8 Millionen Barrel pro Tag verringert hat, wobei mindestens 40 Energieanlagen in neun Ländern beschädigt wurden. IEA-Direktor Fatih Birol bezeichnete die Situation als "weit schlimmer als die beiden Ölschocks in den 1970er Jahren." Das ist ein Vergleich, den niemand hören wollte.

Für amerikanische Autofahrer ist der Schmerz an der Zapfsäule sehr real. Die Kraftstoffpreise sind von 2,98 Dollar pro Gallone vor dem Konflikt auf irgendwo zwischen 3,84 und 3,96 Dollar gestiegen, je nachdem, wann man zuletzt nachgeschaut hat. Das ist in kaum einem Monat mehr als ein Dollar mehr.

Was wirklich hinter den Kulissen vorgeht

NBC News berichtete unter Berufung auf vier Quellen, dass Pakistan still und leise als Vermittler für Hinterkanal-Kommunikation zwischen Washington und Teheran fungierte, mit Gesprächen, die angeblich potenzielle persönliche Treffen auf pakistanischem Boden einschlossen. Während Iran also öffentlich alles abstreitet, könnte hinter verschlossenen Türen durchaus mehr passieren, als beide Seiten zugeben wollen. Diplomatie beginnt schließlich selten mit einer Pressekonferenz.

Der Realitätscheck

Der Optimismus erwies sich als bemerkenswert kurzlebig. Bis zum 24. März stiegen die Ölpreise bereits wieder, da Iran weiterhin Gespräche leugnete und die Kämpfe eskalierten. Analysten haben gewarnt, dass selbst ein erfolgreicher Deal die Preise nicht schnell senken würde. Der Ras-Laffan-LNG-Hafen in Katar, der weltgrößte, erlitt Schäden, deren vollständige Reparatur Jahre dauern könnte.

Trumps Social-Media-Post bewegte die Märkte um Milliarden. Ob er auch den Ausschlag für echten Frieden geben wird, ist nach wie vor völlig offen. Im Moment fällt nichts schneller als der Ölpreis, ausser vielleicht die Glaubwürdigkeit der Ankündigung, die den Rückgang ausgelöst hat.

Den Originalartikel lesen Sie bei der Quelle.

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Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.