Nottingham Forests Europa League Triumph bietet einen Rettungsanker in einer Saison des Chaos

Nottingham Forests Europa League Triumph bietet einen Rettungsanker in einer Saison des Chaos

Eine unvergessliche Nacht in Dänemark

Die Saison 2025 bis 2026 von Nottingham Forest wird als eine der turbulentesten in die Geschichte der Premier League eingehen. Doch inmitten der Trainerwechsel und der Abstiegsangst hat ein bemerkenswerter Abend in Dänemark den Fans etwas gegeben, das es wirklich zu feiern lohnt.

Forest besiegte den FC Midtjylland am 19. März 2026 in der MCH Arena mit 2 zu 1. Nach einem 2 zu 2 Unentschieden nach Hin und Rückspiel setzten sie sich im Elfmeterschießen mit 3 zu 0 durch und erreichten damit zum ersten Mal seit 30 Jahren das Viertelfinale der Europa League. Ihr letztes europäisches Viertelfinale bestritten sie 1995 bis 1996 im UEFA Pokal gegen den FC Bayern München. Für einen Verein mit einer solchen europäischen Tradition war dies ein wichtiges Ergebnis.

Das Spiel: Tore, Dramatik und Perfektion vom Punkt

Vitor Pereira nahm neun Änderungen gegenüber dem letzten Premier League Spiel vor, um Schlüsselspieler für das wichtige Ligaspiel gegen Tottenham zu schonen. Es war ein Wagnis, aber seine umgestellte Mannschaft lieferte ab.

Nicolas Dominguez eröffnete den Torreigen in der 40. Minute mit einem platzierten Kopfball und brachte Forest damit ins Spiel. Ryan Yates erhöhte zu Beginn der zweiten Halbzeit, als er in der 52. Minute einen beeindruckenden Fernschuss aus etwa 20 bis 25 Metern im Tor versenkte und die mitgereisten Fans in Ekstase versetzte.

Martin Erlic erzielte in der 69. Minute den Anschlusstreffer für Midtjylland, glich damit nach Hin und Rückspiel aus und erzwang die Verlängerung. Sowohl Lorenzo Lucca als auch Yates sahen ihre Tore in der Verlängerung wegen Abseits aberkannt, sodass das Spiel im Elfmeterschießen entschieden werden musste.

Forest agierte eiskalt. Morgan Gibbs White, Ibrahim Sangare und Neco Williams verwandelten ihre Elfmeter souverän. Midtjylland hingegen brach völlig zusammen. Cho Gue sung und Aral Simsir trafen nur den Pfosten, während Edward Chilufya komplett vergab. Ein 3 zu 0 Sieg im Elfmeterschießen vor 10.554 Zuschauern in der MCH Arena besiegelte ein historisches Ergebnis.

Eine Saison beispielloser Turbulenzen

Die Bedeutung dieses europäischen Abends wird umso deutlicher, wenn man sie vor dem Hintergrund des chaotischen Saisonverlaufs in der Liga betrachtet. Der Verein hat in einer einzigen Saison vier fest angestellte Trainer verschlissen, was einen Rekord in der Premier League darstellt.

Nuno Espirito Santo wurde im September entlassen, obwohl er im Sommer einen neuen Dreijahresvertrag unterschrieben hatte. Ange Postecoglou ersetzte ihn, blieb aber nur 39 Tage und acht Spiele im Amt, was seine Amtszeit zur zweitkürzesten eines festen Trainers in der Geschichte der Premier League macht. Sean Dyche brachte kurzzeitig Ruhe hinein, wurde aber im Februar nach 114 Tagen entlassen. Pereira wurde am 15. Februar ernannt und hat seitdem noch kein Ligaspiel gewonnen.

Forest steht derzeit mit 29 Punkten aus 30 Spielen auf dem 17. Platz der Premier League und hält sich nur dank der besseren Tordifferenz über den Abstiegsplätzen. Eine Bilanz von sieben Siegen, acht Unentschieden und 15 Niederlagen verdeutlicht, dass es der Mannschaft die ganze Saison über an Konstanz mangelte, mit nur einem Sieg aus den letzten zehn Ligaspielen.

Wie es weitergeht

Die Europa League bietet Forest nun einen echten Rettungsanker, sowohl in Bezug auf die Moral als auch als potenziellen Weg zurück in den europäischen Wettbewerb. Der Gegner im Viertelfinale ist Porto, wobei die beiden Spiele für den 9. und 16. April 2026 angesetzt sind.

Es ist eine schwierige Auslosung, aber Forest hat in dieser Saison bereits gezeigt, dass sie in Europa über sich hinauswachsen können, nicht zuletzt durch den beeindruckenden 3 zu 0 Auswärtssieg gegen Fenerbahce. Porto wird ein härterer Prüfstein sein, obwohl diese Forest Mannschaft offensichtlich die Rolle des Außenseiters auf der europäischen Bühne genießt.

Das Fazit

Dies war eine Saison, die die meisten Forest Fans am liebsten vergessen würden. Das Trainerkarussell war peinlich, die Form in der Liga ist miserabel und die Abstiegsgefahr bleibt sehr real. Aber der europäische Fußball hat die Art, Narrative neu zu schreiben, auch wenn es nur kurzzeitig ist.

Jene Nacht in Dänemark war eine Erinnerung daran, dass Forest auf diese Bühne gehört. Ob sie diesen Geist in ihren Abstiegskampf übertragen können, bleibt die größte Frage ihrer Saison. Doch für den Moment haben sich die Fans das Recht verdient, von dem zu träumen, was gegen Porto vor ihnen liegt.

Den Originalartikel lesen Sie unter Quelle.

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Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.