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NordVPN vs Surfshark: Zwei VPNs treten an, eines kassiert Ihr Geld

NordVPN und Surfshark gehören demselben Unternehmen. Wir zeigen, wo die echten Unterschiede bei Geschwindigkeit, Funktionen und Preis liegen.

NordVPN vs Surfshark: Zwei VPNs treten an, eines kassiert Ihr Geld

Die Geschwisterrivalität, die niemand bestellt hat

Hier ist das, was die meisten VPN-Vergleichsartikel praktischerweise vergessen zu erwähnen: NordVPN und Surfshark gehören demselben Mutterkonzern. Nord Security, tätig unter Cyberspace BV in den Niederlanden, schloss die Fusion 2022 ab. Wenn Sie also grübeln, welches der beiden Sie wählen sollen, wissen Sie: Das gleiche Unternehmen gewinnt so oder so. Mit diesem aufmunternden Gedanken im Hinterkopf schauen wir uns an, ob es tatsächlich einen nennenswerten Unterschied zwischen den beiden gibt.

NordVPN: der funktionsreiche Schwergewichtler

NordVPN hat sich zum Schweizer Taschenmesser unter den VPNs entwickelt, und der schiere Umfang ist schwer zu bestreiten. Der Dienst verfügt inzwischen über mehr als 8.400 Server in über 167 Ländern und betreibt damit eines der größten Netzwerke der Branche. Das ist relevant, wenn Sie auf Inhalte aus weniger bekannten Regionen zugreifen möchten oder einfach einen nahe gelegenen Server für bessere Geschwindigkeiten suchen.

Was die Geschwindigkeit betrifft, führt NordVPN regelmäßig unabhängige Benchmarks an. CyberNews maß in seinen Tests von 2026 einen Durchschnittswert von rund 274 Mbit/s, was wirklich beeindruckend ist. Das Geheimnis dahinter ist NordLynx, ein eigenes Protokoll auf Basis von WireGuard. Die gesamte WireGuard-Codebasis umfasst rund 4.000 Zeilen, was sie schlank, schnell und leicht prüfbar macht. 2025 fügte NordVPN NordLynx zudem Post-Quanten-Verschlüsselung hinzu, ein vorausschauender Schritt gegen künftige Bedrohungen durch Quantencomputing.

Die Features, die man kennen sollte

  • Double VPN: Leitet Ihren Datenverkehr über zwei separate Server, um eine zusätzliche Verschlüsselungsebene zu schaffen. Für die meisten Menschen übertrieben, aber wirklich nützlich in risikoreichen Situationen.
  • Onion over VPN: Ergänzt die Anonymität des Tor-Netzwerks, ohne einen separaten Browser starten zu müssen. Nutzbar direkt aus Chrome, Firefox oder Edge heraus.
  • Meshnet: Erstellt sichere, verschlüsselte Tunnel zwischen den eigenen Geräten und unterstützt bis zu 60 Geräte. Praktischerweise ist diese Funktion auch ohne NordVPN-Abonnement kostenlos verfügbar.

Surfshark: der budgetfreundliche Herausforderer

Surfsharks stärkstes Argument war stets Preis und Flexibilität. Der Dienst bietet unbegrenzte gleichzeitige Geräteverbindungen, was ein echter Unterschied ist, wenn man einen Haushalt voller Geräte hat. NordVPN begrenzt die Anzahl der Geräte pro Konto hingegen auf eine feste Zahl.

Die Leistung ist respektabel, erreicht aber nicht ganz die Spitzengeschwindigkeiten von NordVPN. Beim alltäglichen Surfen, Streamen und selbst bei den meisten Spielen wird der Unterschied kaum auffallen. Wo Surfshark wirklich glänzt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Abonnementkosten liegen häufig unter denen von NordVPN, während der Dienst weiterhin solide und zuverlässig bleibt.

Also, wer gewinnt wirklich?

Unabhängige Tester sind sich weitgehend einig: NordVPN gewinnt die Krone für Geschwindigkeit und Funktionsumfang, während Surfshark beim Preis und der Geräteflexibilität punktet. Ein klarer K.o.-Sieg ist es in keine Richtung.

Wer die schnellstmöglichen Verbindungen und den tiefsten Funktionsumfang möchte und bereit ist, dafür mehr zu zahlen, liegt mit NordVPN besser. Wer ein knapperes Budget hat oder schlicht nicht entscheiden möchte, welches Familienmitglied vom VPN fliegt, damit man streamen kann, dem bietet Surfshark ein überzeugendes Argument.

Die etwas absurde Wahrheit bleibt: Beide Produkte speisen denselben Mutterkonzern. Man wählt eigentlich nicht zwischen Konkurrenten, sondern zwischen dem Premium- und dem Budgetangebot desselben Hauses. Stellen Sie sich vor, Sie wählen zwischen der First Class und der Premium Economy auf derselben Airline: Das Ziel ist identisch, der Unterschied liegt nur darin, wie viel Beinfreiheit Sie bekommen.

In jedem Fall sind beide wirklich solide VPNs, die Ihr Surfen privat und Ihr Streaming entsperrt halten. Sie könnten mit beiden Optionen deutlich schlechter fahren.

Den Originalartikel lesen Sie bei der Quelle.

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Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.