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Persönliche Handynachrichten von Mandelson im Fokus: Die Affäre um den Botschafter nimmt eine neue Wendung

Die Affäre um Lord Mandelsons Entlassung nimmt kein Ende. Nun stehen private Handynachrichten im Fokus, nachdem ein gestohlenes Diensthandy Fragen offen ließ.

Persönliche Handynachrichten von Mandelson im Fokus: Die Affäre um den Botschafter nimmt eine neue Wendung

Wenn das Diensthandy nicht ausreicht

Die Saga um Lord Mandelsons kurze und turbulente Amtszeit als britischer Botschafter in den Vereinigten Staaten hat eine weitere Wendung genommen. Beamte fordern nun Zugang zu seinen persönlichen Handynachrichten als Teil der laufenden Offenlegung von Dokumenten im Zusammenhang mit seiner umstrittenen Ernennung.

Denn anscheinend hat das Diensthandy nicht die ganze Geschichte erzählt.

Wie es dazu kam

Für diejenigen, die nicht auf dem Laufenden sind: Lord Mandelson wurde im September 2025 von seinem Botschafterposten entlassen, nachdem Enthüllungen über seine Freundschaft mit dem verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bekannt wurden. Die Folgen waren geradezu spektakulär.

Abgeordnete, angeführt von den Konservativen, stimmten im Februar 2026 dafür, die Regierung zur Veröffentlichung der Akten im Zusammenhang mit der Ernennung zu zwingen. Die erste Tranche der Dokumente wurde am 11. März 2026 veröffentlicht, eine größere Ladung wird in Kürze erwartet. Was dabei herauskam, warf mehr Fragen auf, als es beantwortete.

Unter den Enthüllungen: Sir Keir Starmer wurde davor gewarnt, dass Mandelsons Beziehung zu Epstein ein "allgemeines Reputationsrisiko" darstelle, bevor er ihn als Botschafter bestätigte. Der Premierminister hat seitdem erklärt, dass Mandelson während des Überprüfungsprozesses "gelogen" habe. Klare Worte aus der Downing Street, die darauf hindeuten, dass das Prüfverfahren, um es höflich auszudrücken, nicht gerade wasserdicht war.

Der kuriose Fall des verschwundenen Handys

Hier wird es besonders interessant. Dem Stabschef der Downing Street, Morgan McSweeney, wurde am 20. Oktober 2025, nur einen Monat nach Mandelsons Entlassung, sein Diensthandy gestohlen. Die Metropolitan Police unternahm den ungewöhnlichen Schritt, das vollständige Transkript von McSweeneys Notruf zu veröffentlichen.

Später stellte sich heraus, dass McSweeney während des Anrufs den falschen Straßennamen nannte und die Beamten zur Belgrave Street in Tower Hamlets statt zur Belgrave Road in Westminster schickte. Die Verwechslung führte dazu, dass die Polizei das falsche CCTV Material prüfte und den Fall zunächst schloss. Das Handy wurde Berichten zufolge nicht gesichert, was bedeutet, dass alle Nachrichten darauf möglicherweise dauerhaft verloren sind.

Die konservative Parteichefin Kemi Badenoch schrieb im Daily Telegraph, dass "etwas faul ist". Der Premierminister konterte, es sei "etwas weit hergeholt" zu glauben, McSweeney könne den Diebstahl vorgetäuscht haben. Sie können sich dazu Ihre eigene Meinung bilden.

McSweeney trat im Februar 2026 als Stabschef zurück und übernahm die "volle Verantwortung" dafür, Starmer überhaupt erst zur Ernennung von Mandelson geraten zu haben.

In tieferen Gewässern

Die Handlung verdichtete sich erheblich, als Mandelson am 23. Februar 2026 wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Dienst verhaftet wurde. Ihm wird vorgeworfen, als Regierungsminister sensible Informationen an Epstein weitergegeben zu haben. Die Polizei hat das Cabinet Office inzwischen gebeten, bestimmte Dokumente aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht zu veröffentlichen.

Es kam auch ans Licht, dass der Nationale Sicherheitsberater Jonathan Powell Bedenken gegenüber McSweeney bezüglich der Ernennung geäußert hatte und sie Berichten zufolge als "seltsam überstürzt" beschrieb. Ein blockiertes Prüfdokument enthielt drei spezifische Fragen, die McSweeney an Mandelson bezüglich seiner Verbindungen zu Epstein gestellt hatte: fortgesetzter Kontakt nach Epsteins Verurteilung, Aufenthalte in Epsteins Haus während dessen Gefängnisstrafe und die Verbindung zu einer Maxwell Wohltätigkeitsorganisation.

Wie es weitergeht

Das Cabinet Office möchte nun Nachrichten von Mandelsons privatem Handy, um die Lücken zu füllen, die das gestohlene Dienstgerät hinterlassen hat. Regierungskreise bestehen Berichten zufolge darauf, dass dies immer der Plan war und nichts mit der McSweeney Handy Saga zu tun habe, obwohl der Zeitpunkt sicherlich Fragen aufwirft.

Da die polizeilichen Ermittlungen laufen, weitere Dokumente zur Veröffentlichung anstehen und das politische Establishment Stück für Stück auseinanderzufallen scheint, ist diese Geschichte noch lange nicht zu Ende. Was auch immer in diesen persönlichen Nachrichten steht, sie sollten das Warten wert sein.

Lesen Sie den Originalartikel unter Quelle.

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Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.