Manchester Uniteds Elfmeter-Frust in Bournemouth: Einer gegeben, einer verweigert, null Logik
Ein weiterer Tag, eine weitere Schiedsrichter-Kontroverse für United
Falls Sie dachten, das 4:4-Spektakel zwischen diesen beiden Mannschaften im Dezember sei chaotisch gewesen, haben Bournemouth und Manchester United sich selbst übertroffen. Im Vitality Stadium gab es am Donnerstagabend ein 2:2, das United wütend, die Fans ratlos und die Konsistenz des VAR mythologischer denn je zurückließ.
Die Mannschaft von Michael Carrick ging zweimal in Führung, gab diese zweimal wieder aus der Hand und nahm einen einzigen Punkt mit, der sich eher wie ein Raub als wie ein Ergebnis anfühlt. Aber es war nicht nur der Spielstand, der das United-Lager in Rage brachte. Nun ja, nicht nur der Spielstand.
Der Elfmeter, der gegeben wurde, und der, der ausblieb
Gehen wir zurück zur 61. Minute. Alex Jimenez foulte Matheus Cunha im Strafraum, Schiedsrichter Stuart Attwell zeigte auf den Punkt, und Bruno Fernandes verwandelte sicher. Standardprogramm. United führte 1:0, und alles schien relativ vernünftig.
Sechs Minuten später: Amad Diallo wurde von Adrien Truffert angegangen. Kontakt? Eindeutig. Elfmeter? Laut Attwell und VAR-Offiziellen Craig Pawson nicht ausreichend. Das Premier League Match Centre bestätigte die Entscheidung später mit der Begründung, 'der Kontakt reichte für ein Foul nicht aus'.
Was danach passierte, wird United-Fans verfolgen. Bournemouth konterte sofort nach dem abgelehnten Appell, Truffert lieferte die Vorlage und Ryan Christie glich aus. Vom potenziellen Elfmeter zum Gegentor in Sekundenschnelle. Das kann man sich nicht ausdenken.
Carrick und Fernandes schlagen zurück
Interimstrainer Carrick hielt sich nach dem Schlusspfiff nicht zurück und bezeichnete die Inkonsequenz als 'verblüffend'.
'Für mich ist es so gut wie identisch, ein beidhändiges Festhalten. So oder so, er hat eine Entscheidung falsch getroffen, aber den einen zu geben und den anderen nicht, das kann ich nicht nachvollziehen.'
Fernandes war ebenso wenig beeindruckt und stellte infrage, warum der VAR nicht eingriff: 'Entweder sind beide Elfmeter oder keiner von beiden.' Er deutete zudem an, dass kleinere Spieler wie Diallo von den Schiedsrichtern nicht denselben Schutz genießen, eine Behauptung, die zweifellos für Diskussionen sorgen wird.
Sky Sports Experte Jamie Redknapp bot ein Gegenargument und behauptete, der Vorfall um Diallo 'wäre als Elfmeter unglaublich hart gewesen'. Über Geschmack lässt sich streiten, aber die mangelnde Konsistenz bleibt der Knackpunkt.
Maguires unglückliches Timing
Als ob der Abend noch eine weitere Nebenhandlung gebraucht hätte, erhielt Harry Maguire in der 78. Minute die Rote Karte, weil er eine klare Torchance gegen Evanilson vereitelte. Das Timing hätte kaum schlechter sein können: Am selben Tag hatte Thomas Tuchel Maguire für die englische Nationalmannschaft für die Freundschaftsspiele gegen Uruguay und Japan nominiert. Von der Rückkehr in die Nationalelf zum vorzeitigen Duschen in knapp acht Stunden. Ein denkwürdiger Donnerstag.
Junior Kroupi trat an und verwandelte den fälligen Elfmeter in der 81. Minute. Er soll damit einer der torgefährlichsten Teenager der Premier League in dieser Saison sein, auch wenn diese Statistik schwer zu verifizieren ist.
Das Gesamtbild
United liegt mit 55 Punkten auf dem dritten Platz der Premier League, sechs Punkte hinter Manchester City und vier vor Aston Villa. Auf dem Papier komfortabel genug, aber Leistungen wie diese werfen Fragen auf, ob Carricks Mannschaft eine echte Titelherausforderung aufrechterhalten kann.
Auch die Zahlen zeichnen ein besorgniserregendes Bild. United performt fast drei Tore unter seinem erwarteten Wert (xG) für die Saison, während Bournemouth seinen xG-Wert in vier aufeinanderfolgenden Premier League Spielen übertroffen hat, die alle unentschieden endeten.
Vielleicht die vernichtendste Statistik? United hat einen 21 Jahre alten Premier League Rekord eingestellt und ist der erste Verein seit Crystal Palace in der Saison 2004/05, der in beiden Spielen gegen denselben Gegner in einer Saison mehrfach führte, ohne eines davon zu gewinnen. Ein Rekord, auf dem niemand seinen Namen stehen haben möchte.
Ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene Punkte? Für United fühlt es sich unmissverständlich nach Letzterem an.
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