Laden Sie Ihr Auto, während Sie Ihre Kreditkarte belasten: Bluewater wird das größte E-Auto-Ladenetz Großbritanniens
RAW Charging und Landsec investieren 24,5 Mio. GBP in 1.000 neue E-Auto-Ladepunkte an 28 Standorten. Bluewater wird zum größten Ladehub des Landes.
Falls Sie schon einmal mit einem Elektroauto zu einem Einkaufszentrum gefahren sind, nur um festzustellen, dass alle Ladesäulen belegt (oder schlimmer noch, außer Betrieb) waren, gibt es gute Nachrichten. Ein 24,5 Millionen Pfund schwerer Deal zwischen RAW Charging und dem Immobilienriesen Landsec wird die Ladeinfrastruktur für E-Autos an einigen der beliebtesten Einkaufsziele Großbritanniens grundlegend verändern.
Die großen Zahlen
Im Rahmen der Partnerschaft werden landesweit 1.000 neue Ladepunkte an 28 Standorten von Landsec installiert. Das ist kein Tippfehler. Eintausend. Der Vertrag läuft über 20 Jahre, es handelt sich also nicht um ein kurzfristiges Pilotprojekt, das nach einer Pressemitteilung wieder in der Versenkung verschwindet.
Das Highlight? Das Einkaufszentrum Bluewater in Greenhithe, Kent, soll mit rund 200 neuen Ladepunkten zum größten Ladezentrum des Landes werden. Zur Einordnung: Bluewater verfügt derzeit über nur 56 Ladepunkte (39 Pod Point Einheiten und 17 Tesla Supercharger). Wir sprechen hier also von einer Vervierfachung der Ladekapazität des Standorts über Nacht. Nun ja, nicht buchstäblich über Nacht, aber Sie verstehen, worauf es hinausläuft.
Damit wird der aktuelle Spitzenreiter, das NEC Birmingham, das 180 gleichzeitige Lademöglichkeiten bietet, problemlos abgelöst. Nicht schlecht für einen Ort, den die meisten Leute eher mit dem Kauf von Turnschuhen und dem Besuch bei Nando's verbinden.
Mehr als nur Bluewater
Es lohnt sich, etwas klarzustellen, das in den Schlagzeilen vielleicht untergeht: Diese 1.000 Ladepunkte verteilen sich auf alle 28 Landsec Standorte und sind nicht auf einem einzigen riesigen Parkplatz zusammengepfercht. Zu den weiteren Standorten, die einen Ausbau der Ladeinfrastruktur erhalten, gehören Gunwharf Quays in Portsmouth, das White Rose Shopping Centre in Leeds und die Brighton Marina. Wo auch immer Sie sich im Land befinden, die Chance ist groß, dass Ihr lokales Einkaufsziel auf der Liste steht.
Schnell oder sehr schnell, Sie haben die Wahl
Die Aufteilung der Ladegeräte ist ausgesprochen sinnvoll. Von den 1.000 neuen Plätzen werden 554 AC-Schnelllader und 446 DC-Hochleistungslader sein. Die AC-Einheiten eignen sich hervorragend für den typischen Einkaufsbummel. Wenn Sie 30 Minuten bis eine Stunde stöbern (oder sich im Food Court vor dem Wetter verstecken), ist das genug Zeit, um eine ordentliche Reichweite nachzuladen. Die DC-Schnelllader sind hingegen für den Fall gedacht, dass Sie einen schnelleren Ladevorgang benötigen.
Alle Ladestationen werden kontaktloses Bezahlen unterstützen und mit den gängigen E-Auto-Lade-Apps funktionieren, was eine große Erleichterung ist. Nichts ruiniert das E-Auto-Erlebnis so sehr, wie für den Ladevorgang erst noch eine weitere obskure App herunterladen zu müssen.
Warum das wirklich wichtig ist
Das öffentliche Ladenetz in Großbritannien hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert, bleibt aber lückenhaft. Autobahnraststätten haben den Löwenanteil der Investitionen erhalten, während Einkaufs- und Freizeitziele ins Hintertreffen geraten sind. Das ist ein Problem, denn genau dort verbringen Menschen von Natur aus genug Zeit für einen sinnvollen Ladevorgang.
Bluewater allein verfügt über 13.000 Parkplätze und ist das fünftgrößte Einkaufszentrum in Großbritannien. Die Tatsache, dass es bis jetzt mit nur 56 Ladepunkten auskommen musste, sagt alles darüber aus, wie schleppend der Ausbau der Ladeinfrastruktur an Zielorten bisher verlaufen ist.
RAW Charging ist in diesem Bereich kein Neuling. Das Unternehmen betreibt bereits Ladeinfrastruktur bei Grundstücken des National Trust, im Legoland Windsor, in Alton Towers und in den McArthurGlen Designer Outlets. Die Partnerschaft mit Landsec verschafft ihnen Zugang zu einigen der meistbesuchten Einkaufsstandorte des Landes.
Das Fazit
Dies ist genau die Art von Infrastrukturinvestition, die der Umstieg auf E-Mobilität in Großbritannien braucht. Sie ist substanziell, langfristig angelegt und konzentriert sich auf Orte, die Menschen tatsächlich aufsuchen. Die 20-jährige Verpflichtung ist besonders ermutigend, da sie darauf hindeutet, dass beide Parteien dies als ernsthaftes Geschäftsmodell und nicht als bloße Greenwashing-Übung betrachten.
Für die Millionen von E-Auto-Fahrern (und zukünftigen Fahrern), die bisher durch Ladeangst abgeschreckt wurden, sind 1.000 neue Ladepunkte an beliebten Einkaufs- und Freizeitzielen ein echter Gewinn. Jetzt müssen Sie nur noch dem Drang widerstehen, in den Geschäften mehr auszugeben, als Sie beim Benzin gespart haben.
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