Klopp dementiert Real-Madrid-Gerüchte, gibt aber deutlichsten Hinweis auf Trainer-Comeback

Klopp dementiert Real-Madrid-Gerüchte, gibt aber deutlichsten Hinweis auf Trainer-Comeback

Der Deutsche hat klare Worte für die Gerüchteküche

Jurgen Klopp sollte eigentlich über seine bevorstehende Rolle als TV-Experte für die WM 2026 sprechen. Stattdessen verbrachte der 58-Jährige einen Großteil einer Magenta-TV-Pressekonferenz in Ismaning bei München damit, Transferspekulationen abzuwehren wie eine besonders hartnäckige Fliege.

Der frühere Liverpool-Manager machte keine halben Sachen, als er auf die anhaltenden Verbindungen zu Real Madrid angesprochen wurde, und bezeichnete die Berichte als "Unsinn" und die Journalisten dahinter mit noch weniger schmeichelhaften Worten.

"Die haben nicht einmal angerufen, kein einziges Mal", sagte Klopp. "Mein Agent ist da, den könnt ihr fragen. Ihn haben sie auch nicht angerufen."

Er nahm sich das österreichische Outlet OE24 und die Salzburger Nachrichten besonders vor und stellte fest, dass der verantwortliche Reporter "keine Ahnung hat." Typisch Klopp. Er hat noch nie Narren stillschweigend ertragen.

Warum die Spekulation überhaupt existiert

Fairerweise gegenüber den Gerüchtemachern muss man sagen: Die Punkte sind nicht besonders schwer zu verbinden. Real Madrid befindet sich seit der einvernehmlichen Trennung von Xabi Alonso im Januar nach einer Supercup-Finalniederlage gegen Barcelona in einem Zustand leichten Chaos. Alonso hielt es weniger als sieben Monate auf dem Posten.

Sein Nachfolger Alvaro Arbeloa hat das Schiff auch kaum stabilisiert. Der frühere Real-Madrid-Verteidiger, der als Spieler 238 Einsätze für den Klub absolvierte, soll Berichten zufolge vier Niederlagen in nur 12 Spielen zu verantworten haben. Laut Berichten hat der Klub bereits entschieden, im Sommer einen erfahreneren Trainer zu verpflichten, wobei Klopp als Topkandidat und Joachim Low als Alternative gehandelt werden.

Die Spekulation hat also durchaus eine Grundlage. Klopp besteht nur darauf, dass diese Grundlage völlig in die falsche Richtung führt.

"Ich bin noch nicht ganz fertig"

Hier wird es jedoch interessant. Bei allem Abwimmeln der Madrid-Gerüchte ließ Klopp ein durchaus aufschlussreiches Geständnis über seine Zukunft fallen.

"Für mein Alter bin ich schon recht weit im Leben, aber als Trainer bin ich noch nicht ganz fertig", sagte er. "Ich habe das Rentenalter noch nicht erreicht."

Das klingt nicht wie die Worte eines Mannes, der sein Taktikboard dauerhaft an den Nagel gehängt hat. Seit seinem Abschied von Liverpool im Mai 2024 nach rund achteinhalb Jahren in Anfield arbeitet Klopp als Head of Global Soccer bei Red Bull, eine Rolle, die er am 1. Januar 2025 antrat. Es ist ein Bürojob, kein Trainerposten, und Kommentare wie diese lassen vermuten, dass das Kribbeln noch nicht ganz verschwunden ist.

Er fand sogar noch Zeit für einen Scherz: "Ich übernehme auch bei Atletico Madrid, am besten gleichzeitig. Sorry Madrid, ihr müsst zuerst anrufen!"

Was ist mit dem Job als Bundestrainer?

Klopp wurde auch nach der deutschen Nationalmannschaft gefragt, einem weiteren Dauerthema, wann immer er öffentlich auftritt. Seine Antwort war ebenso eindeutig.

"Daran denke ich im Moment überhaupt nicht. Wer weiß, was die nächsten Jahre bringen. Aber es gibt absolut keine Pläne in dieser Hinsicht."

Berichten zufolge haben DFB-Funktionäre Klopp mehrfach wegen der Möglichkeit kontaktiert, Deutschland nach der WM zu übernehmen. Zumindest öffentlich beißt er nicht an.

Das Fazit

Klopp ist offensichtlich noch nicht bereit, jetzt zum Vereinsfußball zurückzukehren. Aber "nicht jetzt" trägt in diesem Satz eine Menge Gewicht. Die Real-Madrid-Verbindungen wirken zu diesem Zeitpunkt wirklich haltlos, und er scheint in seiner Red Bull-Rolle vorerst vollkommen zufrieden zu sein.

Wenn ein Mann jedoch sagt, er sei als Trainer "noch nicht ganz fertig", sollte man ihm wohl beim Wort nehmen. Die einzige wirkliche Frage ist wo und wann, nicht ob. Der Fußball hat eine Art, Menschen zurückzuziehen, und Klopp war nie der Typ, der lange stillsitzen kann.

Vorerst wird er bei der WM hinter dem Mikrofon stehen und nicht auf der Trainerbank. Aber wundert euch nicht, wenn sich das früher ändert, als er zugeben möchte.

Den Originalartikel lesen Sie bei Quelle.

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Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.