Welches iPad solltest du 2026 wirklich kaufen? Ein klarer Leitfaden zu Apples verwirrendem Tablet-Angebot
Vier iPads, ein Budget und zu viele Entscheidungen. Unser klarer Leitfaden zeigt, welches Apple-Tablet 2026 wirklich dein Geld wert ist.
Apple verkauft derzeit vier verschiedene iPads, was ungefähr drei Entscheidungen mehr sind, als irgendjemand beim Tableteinkauf treffen möchte. Das Sortiment reicht vom günstigen Basismodell bis zum erschreckend teuren Pro, mit dem Air und Mini dazwischen wie russische Puppen aus Aluminium und Ambitionen.
Lass uns den Marketingnebel durchdringen und herausfinden, welches Modell dein Geld wirklich verdient.
iPad Air M4: Das Modell, das die meisten kaufen sollten
Wenn du eine einzige Empfehlung möchtest und keine Zeit für die vollständige Analyse hast, hier ist sie: Das iPad Air M4 ist der optimale Kompromiss. Ab 599 Dollar für das 11-Zoll-Modell und 799 Dollar für das 13-Zoll-Modell trifft es den Mittelweg zwischen Leistung und Preis ziemlich brillant.
Apple hat den Air im März 2026 mit dem M4-Chip aufgefrischt und den RAM von 8 GB auf großzügige 12 GB erhöht. Diese Steigerung von 50 % ist bedeutender, als das Datenblatt vermuten lässt. Da iPadOS 26 endlich echtes Fenster-Multitasking bietet (ja, das hat nur ein Jahrzehnt gedauert), bedeutet der zusätzliche Speicher, dass du Apps jonglieren kannst, ohne dass das System leise Dinge im Hintergrund verwirft.
Apple gibt an, dass der M4 Air bis zu 30 % schneller ist als sein M3-Vorgänger, was beeindruckend klingt, bis man bedenkt, dass die meisten Nutzer mit der Leistung des M3 bereits vollkommen zufrieden waren. Das eigentliche Upgrade ist der RAM. Wenn du Fotos bearbeitest, in Procreate zeichnest oder Apple Intelligence-Funktionen nutzt, wirst du den Unterschied spüren. Wenn du Netflix schaust und E-Mails beantwortest, wirst du es ehrlich gesagt nicht merken.
Vorteile:
- Hervorragende Leistung für den Preis
- 12 GB RAM bewältigt das iPadOS 26-Multitasking problemlos
- In zwei Bildschirmgrössen erhältlich
- Unterstützt Apple Pencil Pro (129 Dollar) und Magic Keyboard
Nachteile:
- Immer noch kein Face ID (nur Touch ID, was zunehmend veraltet wirkt)
- LCD-Display, kein OLED
- Wenn du bereits den M3 Air besitzt, ist das Upgrade bestenfalls marginal
Zum M3-Modell: Es ist möglicherweise noch bei einigen Händlern erhältlich, aber Berichten zufolge ist der Preisunterschied vernachlässigbar. Erspar dir den späteren Frust und kauf einfach den M4.
iPad Pro M5: Für Profis, die es ernst meinen
Das iPad Pro M5, das im Oktober 2025 erschien, ist ein wirklich spektakuläres Stück Hardware. Es ist auch spektakulär darin, dein Portemonnaie zu leeren. Die Preise beginnen bei 999 Dollar für das 11-Zoll-Modell und 1.299 Dollar für das 13-Zoll-Modell, ohne Magic Keyboard (bis zu 350 Dollar extra) oder Apple Pencil Pro (129 Dollar).
Rechne mal nach: Ein vollständig ausgestattetes 13-Zoll-Pro kostet locker mehr als ein MacBook Air. Lass das kurz sacken.
Was du für dieses Geld bekommst, ist allerdings wirklich beeindruckend. Das Tandem-OLED-Display mit 120 Hz Bildwiederholrate ist schlicht und einfach das beste Display, das Apple in ein tragbares Gerät einbaut. Schwarz ist wirklich schwarz, Farben sind unglaublich lebendig, und das Scrollen ist butterweich. Wenn du visuelle Arbeit machst, vom Videoschnitt bis zur digitalen Illustration, rechtfertigt allein das Display den Aufpreis gegenüber dem Air.
Der RAM beträgt je nach Speicherkonfiguration 12 GB oder 16 GB, und der M5-Chip bewältigt alles, vom 4K-Videoexport bis zur anspruchsvollen Designarbeit, ohne ins Schwitzen zu kommen. Das ist ein Laptop-Ersatz für Menschen, deren Laptops wirklich hart arbeiten.
Vorteile:
- Atemberaubendes Tandem-OLED-Display mit 120 Hz
- M5-Chip ist absurd leistungsstark
- Bis zu 16 GB RAM bei höheren Speichervarianten
- Face ID und alle Premium-Extras
Nachteile:
- Extrem teuer, besonders mit Zubehör
- Überdimensioniert für Gelegenheitsnutzer (und die meisten von uns sind Gelegenheitsnutzer, wenn wir ehrlich sind)
- iPadOS kann trotz Verbesserungen viele professionelle Workflows von macOS noch immer nicht vollständig ersetzen
Das Urteil: Wenn du ein kreativer Profi bist, der Pro-Funktionen täglich wirklich nutzen wird, ist es jeden Cent wert. Wenn du es kaufst, weil das Wort "Pro" dich produktiv fühlen lässt, spar dein Geld und kauf den Air.
iPad (11. Generation): Der günstige Einstieg mit einem Haken
Mit 349 Dollar ist das Basis-iPad der mit Abstand günstigste Einstieg in Apples Tablet-Ökosystem. Im März 2025 veröffentlicht, verfügt es über den A16-Chip, 6 GB RAM und 128 GB Basisspeicher. Für Streaming, Surfen, Lesen und leichte Produktivitätsaufgaben erledigt es seinen Job ohne Murren.
Hier ist jedoch der Haken, und er ist ziemlich gewichtig: Das Basis-iPad unterstützt Apple Intelligence nicht. Jedes andere aktuelle iPad im Sortiment tut es. Da Apple KI-Funktionen immer tiefer in iPadOS integriert, wird diese Einschränkung mit der Zeit immer deutlicher. Du kaufst im Wesentlichen ein Tablet, das bereits vom zentralen Funktionsumfang der Plattform ausgesperrt ist.
Das 11-Zoll-LCD-Display (Apple rundet von 10,86 Zoll auf, wie üblich) ist vollkommen in Ordnung, aber unremarkable. Für den Gelegenheitsgebrauch reicht es, aber stelle es neben einen Air oder Pro und der Unterschied ist sofort offensichtlich.
Vorteile:
- Mit Abstand das günstigste iPad
- 128 GB Basisspeicher ist grosszügig für diesen Preis
- Für alltägliche Aufgaben absolut ausreichend
Nachteile:
- Keinerlei Unterstützung für Apple Intelligence
- Nur 6 GB RAM schränken die Zukunftssicherheit ein
- LCD-Display wirkt eine Generation zurück
Das Urteil: Eine solide Wahl für Kinder, Studenten mit knappem Budget oder alle, die wirklich nur einen grossen Bildschirm zum Medienkonsum wollen. Aber wenn du möchtest, dass dein Tablet mehr als ein paar Jahre relevant bleibt, sind die zusätzlichen 250 Dollar für einen Air gut investiert.
iPad Mini (7. Generation): Klein, aber mit schlechtem Timing
Das iPad Mini nimmt eine eigentümliche Nische im Sortiment ein. Mit 499 Dollar, dem A17 Pro-Chip und 8 GB RAM ist es ein leistungsfähiges kleines Tablet, das Apple Intelligence unterstützt und in Jackentaschen sowie in Situationen mit Flugzeug-Rückenlehnen passt, wo grössere iPads lästig sind.
Das Problem? Das Timing. Mehrere glaubwürdige Quellen, darunter 9to5Mac und AppleInsider, deuten darauf hin, dass eine OLED-Neuauflage des iPad Mini noch 2026 geplant ist. Wenn sich diese Gerüchte bewahrheiten, bedeutet der Kauf des aktuellen Modells jetzt, dass du innerhalb von Monaten eine Generation hinterherhinkt.
Wenn du jetzt unbedingt ein kleines Tablet brauchst, ist das Mini der 7. Generation ein tolles kleines Gerät. Aber wenn du warten kannst, könnte das potenzielle OLED-Upgrade, möglicherweise kombiniert mit einem A18 Pro-Chip, ein bedeutender Fortschritt sein.
Vorteile:
- Ultrakompaktes Formfaktor
- Unterstützung für Apple Intelligence
- A17 Pro-Chip bewältigt anspruchsvolle Apps problemlos
Nachteile:
- Eine OLED-Neuauflage kommt wahrscheinlich bald
- 499 Dollar sind viel für einen 8,3-Zoll-Bildschirm
- Kein Tastaturzubehör macht produktives Arbeiten umständlich
Schneller Vergleich auf einen Blick
- Beste Wahl für die meisten: iPad Air M4 (599/799 Dollar)
- Beste Wahl für kreative Profis: iPad Pro M5 (999/1.299 Dollar)
- Beste Wahl mit kleinem Budget: iPad 11. Gen (349 Dollar)
- Beste Wahl für Mobilität: iPad Mini 7. Gen (499 Dollar) - aber überlege, zu warten
Das Fazit
Apples iPad-Sortiment ist 2026 sowohl beeindruckend leistungsfähig als auch unnötig verwirrend. Der Air M4 bleibt für die grosse Mehrheit der Nutzer der klügste Kauf und bietet die richtige Balance aus Leistung, Funktionen und Preis. Das Pro ist grossartig, aber für die meisten überdimensioniert, das Basis-iPad ist günstig, aber zunehmend eingeschränkt, und das Mini ist brillant, aber schlecht getimed.
Entscheide anhand dessen, was du tatsächlich damit machen wirst, nicht danach, was Apples Marketingabteilung hofft, dass du damit anstrebst. Dein Portemonnaie wird es dir danken.
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