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Die Schiedsrichter der Premier League sind eine Katastrophe, und der VAR rettet sie auch nicht

Die Schiedsrichterleistungen in der Premier League sind auf einem Tiefpunkt. Trotz VAR nehmen die Fehler zu. Wir analysieren, warum das System nicht funktioniert.

Die Schiedsrichter der Premier League sind eine Katastrophe, und der VAR rettet sie auch nicht

Die Zahlen lügen nicht (auch wenn es die Offiziellen gelegentlich tun)

Wenn du diese Saison auch nur ein wenig Zeit auf dem Fußball Twitter verbracht hast, kennst du die Stimmung bereits: Die Schiedsrichterleistung in der Premier League ist, diplomatisch ausgedrückt, nicht ihre beste Saison. Doch jetzt gibt es kalte, harte Zahlen, die den kollektiven Zorn untermauern, und die lesen sich düster, wenn man bei der PGMOL angestellt ist.

Laut dem Key Match Incidents (KMI) Gremium sind die Fehler in den meisten Schiedsrichterkategorien in der Premier League Saison 2025 bis 26 gestiegen. Die gemeldete Gesamtzahl liegt bisher bei 54 Fehlern, gegenüber 44 zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison. Zum Vergleich: Die Saison 2023 bis 24 produzierte nach 30 Spieltagen etwa 70 Fehler. Es ist also nicht ganz so schlimm, aber die Entwicklung geht in eine Richtung, die niemand will.

VAR: Die Korrektur, die selbst eine Korrektur braucht

Hier ist die Statistik, bei der sich die Premier League winden sollte. Der VAR hat in dieser Saison bereits 18 Fehler begangen, was der Gesamtzahl für das gesamte Jahr 2024 bis 25 entspricht. Lass dir das mal durch den Kopf gehen. Ein System, das eingeführt wurde, um Fehler zu reduzieren, hat in etwa drei Vierteln einer Saison bereits so viele Patzer produziert wie in der gesamten vorherigen Spielzeit.

Um fair zu bleiben, der langfristige Trend war ermutigend. Die VAR Fehler sanken angeblich von 38 in 2022 bis 23 auf 31 in 2023 bis 24, bevor sie letzte Saison auf 18 fielen. Dieses Jahr hat diesem Fortschritt einen ziemlich großen Dämpfer verpasst. Von diesen 18 Fehlern sind 15 angeblich verpasste Interventionen, bei denen der VAR hätte eingreifen sollen, es aber einfach nicht tat. Ihr hattet einen Job, Jungs.

Ein Wochenende zum Vergessen

Der Spieltag vom 14. bis 16. März 2026 diente als besonders brutale Fallstudie. Innerhalb von drei Tagen identifizierte das KMI Gremium vier separate Fehler:

  • Arsenal gegen Everton: Das Foul von Michael Keane an Kai Havertz hätte ein Elfmeter sein müssen. Der VAR blieb stumm. Jamie Redknapp nannte das Nichthandeln eine Schande, was noch zurückhaltend klang.
  • Chelsea gegen Newcastle: Reece James riss Malick Thiaw bei einer Ecke um. Kein Elfmeter gegeben. Sogar ein ehemaliger PGMOL Chef gab zu, dass er hätte gegeben werden müssen.
  • Crystal Palace gegen Leeds: Gabriel Gudmundsson erhielt eine falsche zweite gelbe Karte, was Leeds auf zehn Mann reduzierte. Wayne Rooney, der nie ein Blatt vor den Mund nimmt, bezeichnete es ebenfalls als Schande. Der ehemalige Schiedsrichter Keith Hackett stimmte zu, dass die Entscheidung falsch war.
  • Brentford gegen Wolves: Kevin Schade wurde angeblich von Andre im Strafraum festgehalten. Kein Pfiff. Das Spiel endete 2 zu 2, was besonders schmerzt, wenn dieser Elfmeterpfiff den Unterschied gemacht hätte.

Die Lichtblicke (ja, es gibt einige)

Die PGMOL steht nicht ohne Gegenargumente da. Die Unterbrechungen durch den VAR sind von durchschnittlich 64 Sekunden in 2023 bis 24 auf etwa 48 Sekunden in dieser Saison gefallen, eine Verbesserung von etwa 25 Prozent, obwohl einige Berichte nahelegen, dass die Zahl je nach Messzeitpunkt sogar näher an 39 Sekunden liegen könnte. So oder so, die Spiele fließen besser.

Die gesamten VAR Interventionen sind ebenfalls angeblich zurückgegangen und falsche VAR Überprüfungen sind von vier auf drei gesunken. Die Genauigkeit auf dem Platz liegt bei etwa 86 Prozent, was vernünftig klingt, bis man sich erinnert, dass die verbleibenden 14 Prozent Momente beinhalten, die über Titel, Abstiegskämpfe und das allgemeine emotionale Wohlbefinden von Millionen Fans entscheiden.

Was passiert als Nächstes?

Es gibt zumindest eine Änderung am Horizont, die helfen sollte. Ab der Saison 2026 bis 27 wird der VAR Entscheidungen zu zweiten gelben Karten überprüfen können. In Anbetracht der Tatsache, dass in dieser Saison angeblich 11 falsche zweite gelbe Karten verteilt wurden, ist das eine willkommene Ergänzung. Ob das ausreichen wird, um die Flut an Fehlentscheidungen auf dem Platz einzudämmen, bleibt abzuwarten.

Das grundlegende Problem hat sich nicht geändert: Der VAR sollte das Sicherheitsnetz sein, und zunehmend ist er nur ein weiterer Teil des Zirkus. Solange die Premier League nicht angeht, warum so viele klare Fehler sowohl den Offiziellen auf dem Platz als auch den Beobachtern im Stockley Park durchgehen, wird die Frustration nur weiter wachsen.

Lies den Originalartikel bei Quelle.

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Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.