Benzinpreise durchbrechen erstmals seit zwei Jahren die 150p-Marke – und Ihr Geldbeutel spürt es

Benzinpreise durchbrechen erstmals seit zwei Jahren die 150p-Marke – und Ihr Geldbeutel spürt es

Tanken und Schlucken: Der 150p-Meilenstein, den niemand wollte

Wer das Tanken immer wieder hinausgezögert hat und darauf gehofft hat, dass sich die Preise beruhigen, hat schlechte Nachrichten: Diese Strategie ist offiziell nach hinten losgegangen. Der Durchschnittspreis für bleifreies Benzin im Vereinigten Königreich ist laut RAC-Daten zum 27. März 2026 auf 150,11p pro Liter gestiegen. Diese Schwelle wurde zuletzt im Mai 2024 überschritten, und sie trifft pünktlich zum Osterreiseverkehr ein. Wie immer perfektes Timing.

Dieselfahrer haben es inzwischen noch schwerer. Der schwarze Zapfhahn liegt nun im Schnitt bei 177,68p pro Liter – eine Zahl, bei der das Volltanken eines Familien-SUVs sich wie ein kleineres finanzielles Ereignis anfühlt.

Was treibt den Preisanstieg an?

Die kurze Antwort: der Konflikt im Nahen Osten. Seit US-amerikanische und israelische Streitkräfte am 28. Februar 2026 Angriffe auf den Iran gestartet haben, befinden sich die globalen Ölmärkte in einem Zustand anhaltender Panik. Brent-Rohöl hat in den vergangenen vier Wochen stark geschwankt, zwischen etwa 73 und 116 Dollar pro Barrel, wobei Berichte darauf hindeuten, dass er letzte Woche wieder über 110 Dollar geklettert ist.

Um das Ausmaß des Schadens zu verdeutlichen, hier ist, was seit Beginn des Konflikts an den Zapfsäulen passiert ist:

  • Benzin: plus 17,3p pro Liter (von 132,83p auf 150,11p, ein Anstieg von 13 %)

  • Diesel: ein erstaunlicher Anstieg um 35,3p pro Liter (von 142,38p auf 177,68p, ein Sprung von 24,8 %)

Der überproportionale Anstieg beim Diesel spiegelt die engere Bindung dieses Kraftstoffs an die globalen Grosshandelsmärkte und die besondere Störung der Raffinierteproduktströme durch die Strasse von Hormuz wider, wo die Internationale Energieagentur angibt, dass der Verkehr von den üblichen 20 Millionen Barrel pro Tag eingebrochen ist. Die IEA hat es als die grösste Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarkts bezeichnet. Erfreuliche Aussichten.

Diplomatie oder Wunschdenken?

Es gibt Hoffnungsschimmer, wenn man genau hinsieht. Donald Trump behauptete, die Gespräche mit dem Iran liefen "sehr gut" und verschob weitere Angriffe auf mindestens den 6. April. Der Iran hat jedoch direkte Verhandlungen mit den USA kategorisch abgestritten, was den Optimismus erheblich untergräbt. Ein Analyst, dem Vernehmen nach vom Investmenthaus AJ Bell, deutete an, die Erklärungen aus Washington und Teheran klängen, als kämen sie aus "parallelen Welten". Schwer zu widersprechen.

Genau dieser diplomatische Nebel ist der Grund, warum die Ölpreise so volatil bleiben. Die Märkte können keine Lösung einpreisen, wenn niemand sich einig ist, ob überhaupt Gespräche stattfinden.

Autobahn-Raststätten: Eine besondere Art von Schmerz

Wer eine Osterreise plant, sollte sich an den Raststätten wappnen. Der RAC meldet Benzinpreise auf der Autobahn von 166p pro Liter und Diesel von 182p. Zu diesen Preisen könnte ein Kaffee und eine volle Tankfüllung eine zweite Hypothek erfordern.

Könnte es noch schlimmer werden? (Ja, wahrscheinlich)

Der RAC prognostiziert, dass die Preise in den kommenden Wochen weiter steigen könnten, möglicherweise auf 152p für Benzin und 185p für Diesel, wenn sich die geopolitische Lage nicht verbessert. Die Bank of England hat ihre VPI-Prognosen bereits auf zwischen 3 % und 3,5 % für das zweite und dritte Quartal 2026 nach oben korrigiert, wobei Energiepreise als wesentlicher Treiber genannt werden.

Ein kleiner Trost: Die vorübergehende Kraftstoffsteuersenkung um 5p pro Liter bleibt bis zum 31. August 2026 in Kraft, danach soll die Steuer zum ersten Mal seit über 15 Jahren steigen. Geniessen Sie den Rabatt also, solange er anhält, relativ gesehen.

Der Silberstreifen (mehr oder weniger)

RAC-Politikchef Simon Williams wies darauf hin, dass die aktuellen Preise, so schmerzhaft sie auch sind, noch weit unter den Höchstständen nach Russlands Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 liegen, als Benzin rund 191p pro Liter kostete. Also sind wir zumindest noch nicht dort angekommen. Ob das ein Trost ist, hängt ganz davon ab, wie viel man über Ostern fährt.

Die RAC Foundation schätzt, dass der Konflikt UK-Fahrer an den Zapfsäulen bereits Hunderte von Millionen Pfund gekostet hat. Für die meisten Haushalte ist der praktische Rat einfach: vor dem langen Wochenende tanken, lokale Preise vergleichen und Autobahnraststätten möglichst meiden.

Den Originalartikel lesen Sie bei der Quelle.

D
Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.