Ben White kehrt ins England-Kader zurück: Das dreijährige Exil ist vorbei

Ben White kehrt ins England-Kader zurück: Das dreijährige Exil ist vorbei

Der verlorene Sohn kehrt zurück

Na so was. Nach mehr als drei Jahren in der internationalen Versenkung hat Arsenals Ben White endlich wieder den Hörer für England abgenommen. Und diesmal war Thomas Tuchel am anderen Ende der Leitung.

Der 28-jährige Verteidiger wurde in den England-Kader für die bevorstehenden Freundschaftsspiele gegen Uruguay (27. März) und Japan (31. März), beide in Wembley, berufen. Es ist sein erstes Aufgebot bei den Three Lions seit dem unglückseligen WM-Turnier 2022 in Katar, und ehrlich gesagt fühlt es sich wie ein kleines Fußballwunder an.

Was in Katar wirklich passiert ist

Zurück zum Anfang. White verließ das England-Lager während der WM 2022 aus persönlichen Gründen, und das war im Grunde das letzte Mal, dass man ihn im England-Trikot sah. Berichten zufolge gab es damals einen Streit mit dem damaligen Co-Trainer Steve Holland, obwohl weder der FA, White noch Holland dies jemals offiziell bestätigten.

Was wir wissen: Unter Gareth Southgates Regie machte White sich für die Nominierung nicht verfügbar. Die Tür war geschlossen, verriegelt, und ein ziemlich großes "Bitte nicht stören"-Schild hing daran. Mit gerade einmal vier Länderspielen sah es aus, als könnte seine Nationalmannschaftskarriere der ultimative Fall von "Was hätte sein können" werden.

Warum jetzt?

Auftritt Thomas Tuchel. Der Deutsche soll vor diesem Länderspielfenster Gespräche mit White über seine Verfügbarkeit geführt haben, was darauf hindeutet, dass dies kein reiner Notfallschritt aufgrund von Verletzungen war. Es war eine geplante Versöhnung, ein bewusstes Entgegenkommen eines Trainers, der offensichtlich Wert in dem sieht, was White zu bieten hat.

Allerdings spielten Verletzungen beim Timing durchaus eine Rolle. White ersetzt Jarell Quansah von Bayer Leverkusen, der sich eine Verletzung zugezogen hat. Newcastles Harvey Barnes wurde ebenfalls für den verletzten Eberechi Eze nachnominiert, der nach seinem Wechsel von Crystal Palace nun bei Arsenal unter Vertrag steht.

Whites Argument für einen WM-Platz

Hier wird es wirklich interessant. Die WM 2026 in Nordamerika steht in diesem Sommer vor der Tür, und diese Freundschaftsspiele sind im Grunde Vorstellungsgespräche. White war in dieser Saison eine verlässliche Stütze für Arsenal und kommt auf 20 Einsätze, darunter das Carabao-Cup-Finale. Seine Vielseitigkeit in der Abwehrreihe ist genau das, worauf Turnierkader aufgebaut werden.

Tuchel setzt bei diesen beiden Spielen auf eine geteilte Kaderstruktur, wobei Starspieler wie Harry Kane, Bukayo Saka und Declan Rice erst für das Japan-Spiel zur Gruppe stoßen. Das bedeutet, dass White eher gegen Uruguay am Freitagabend zum Einsatz kommt, was ihm eine echte Chance gibt, seinen Anspruch anzumelden.

Das große Bild

Diese Nominierung geht über das bloße Schließen einer Lücke hinaus. Sie signalisiert, dass die Tuchel-Ära einen klaren Schnitt mit den Southgate-Jahren darstellt. Was auch immer in Katar passiert ist, es geschah unter einem anderen Regime. White ist offenbar bereit, das Vergangene ruhen zu lassen, und Tuchel ist offenbar bereit, nach Leistung zu nominieren, anstatt alte Gräben zu erben.

Für einen Spieler mit nur vier Länderspielen im Alter von 28 Jahren tickt die Uhr. Aber White war schon immer jemand, der seine Leistungen für sich sprechen lässt, und seine Arsenal-Form in dieser Saison war schwer zu ignorieren. Wenn er diese Konstanz in der kommenden Woche auf die internationale Bühne übertragen kann, scheint ein Platz im Flieger nach Nordamerika in diesem Sommer durchaus erreichbar.

Barnes kehrt derweil mit nur einem einzigen Länderspiel zurück, das er im Oktober 2020 bestritt. Seine Rückkehr ist wohl noch bemerkenswerter angesichts der Pause, doch Whites Geschichte trägt weitaus mehr Brisanz in sich.

Das Urteil

Fußball liebt eine Erlösungsgeschichte, und Ben Whites Rückkehr ins England-Kader hat alle Zutaten für eine gute. Ob sie zu einem märchenhaften WM-Platz führt oder lediglich eine Randnotiz in einem Freundschaftsspiel bleibt: Eines ist klar. Das Exil ist vorbei, und das wird Zeit.

Den Originalartikel lesen Sie bei Quelle.

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Written by

Daniel Benson

Writer, editor, and the entire staff of SignalDaily. Spent years in tech before deciding the news needed fewer press releases and more straight talk. Covers AI, technology, sport and world events — always with context, sometimes with sarcasm. No ads, no paywalls, no patience for clickbait. Based in the UK.