Alexa+ kommt nach Deutschland: Amazons KI-Assistent merkt sich deine Lieblingsbestellung (und noch vieles mehr)
Dein Echo wird deutlich geschwätziger
Amazon hat Alexa+ offiziell auf den britischen Markt gebracht, und das ist nicht der Sprachassistent deiner Oma. Am 19. März 2026 im britischen Early Access gestartet, spricht die aufgemotzte Alexa wie ein echter Mensch, merkt sich persönliche Details und kann sogar einen Tisch in deinem Lieblingsrestaurant reservieren. Stell es dir vor wie Alexa mit einem sehr gewissenhaften Notizbuch.
Das Vereinigte Königreich ist das erste Land ausserhalb Nordamerikas, das Alexa+ erhält. In den USA war der Dienst seit Anfang 2025 in begrenztem Umfang verfügbar, bevor er am 4. Februar 2026 für alle US-Kunden ausgerollt wurde. Hunderttausende britische Kunden haben bereits Early-Access-Einladungen erhalten, also schau in deinen Posteingang, falls du das noch nicht getan hast.
Die "Erinnerungen"-Funktion: Beeindruckend oder leicht beunruhigend?
Das Highlight ist die "Erinnerungen"-Funktion. Alexa+ kann jetzt persönliche Details speichern und abrufen, die du ihr mitteilst, von Ernährungsgewohnheiten und Vielflieger-Nummern bis hin zu deinem bevorzugten Curry-Spot für den Freitagabend. Du kannst sogar Dokumente hochladen und Alexa später Informationen daraus entnehmen lassen.
In der Praxis bedeutet das: Du sagst einmal "Merke dir, dass ich Vegetarier bin", und Alexa+ berücksichtigt das bei jeder Restaurantempfehlung und jedem Rezeptvorschlag von nun an. Praktisch? Absolut. Ein bisschen wie das Zusammenleben mit jemandem, der sich an alles erinnert, was du je gesagt hast? Auch das trifft zu.
Kein "Alexa-Sprech" mehr, endlich echte Konversation
Eines der willkommensten Upgrades ist das Ende der holprigen, roboterhaften Ausdrucksweise, die wir alle irgendwie toleriert haben. Alexa+ wird durch grosse Sprachmodelle über Amazon Bedrock betrieben und nutzt Amazon Nova sowie die KI-Modelle von Anthropic, was echte, natürliche Gespräche ermöglicht.
Noch besser: Amazon hat das System auf 40 regionale britische Dialekte trainiert. Egal ob du aus Glasgow, Cardiff oder dem tiefsten Norfolk kommst, Alexa+ sollte tatsächlich verstehen, was du sagst. Kein lautes Rufen mehr in deinem besten BBC-Nachrichtensprecherton.
Du musst das Aktivierungswort für Folgefragen auch nicht mehr wiederholen. Frag nach dem Wetter und dann, was du anziehen sollst, Alexa+ behält den Kontext im Blick. Revolutionär? Vielleicht nicht. Aber nach Jahren des roboterhaften Frage-und-Antwort-Spiels fühlt es sich wie ein echter Fortschritt an.
Was kann es eigentlich?
Alexa+ merkt sich nicht nur deine Lebensgeschichte, sondern ist auch mit einer soliden Auswahl an Diensten verknüpft:
- OpenTable für Restaurantreservierungen
- JustEat- und Treatwell-Integrationen sind geplant
- Spotify, Apple Music und Amazon Music zum Streamen
- The Guardian und BBC für Nachrichten
Amazon gibt an, dass in Grossbritannien 56 Millionen Smart-Home-Geräte verbunden sind, und Alexa+ soll das Gehirn sein, das sie alle zusammenhält. Kompatible Geräte sind unter anderem der Echo Show 8, Echo Show 11, Echo Dot Max und Echo Studio, wobei auch einige ältere Modelle funktionieren. Du kannst dein bestehendes Gerät auf amazon.co.uk/newalexa registrieren, um die Kompatibilität zu prüfen.
Der Preis (und wie man ihn umgeht)
Alexa+ kostet £19,99 pro Monat im Vereinigten Königreich. Das ist kein Kleingeld für einen Sprachassistenten, besonders wenn das normale Alexa für Timer und schlechte Witze immer noch einwandfrei funktioniert.
Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten, keinen Cent zu zahlen. Erstens: Wenn du bereits Amazon-Prime-Mitglied bist, ist Alexa+ ohne Aufpreis dabei. Da die meisten Haushalte mit einem Echo wahrscheinlich sowieso Prime haben, ist es für Millionen von Nutzern de facto kostenlos.
Zweitens ist Alexa+ während des aktuellen Early-Access-Zeitraums für alle eingeladenen Teilnehmer kostenlos. Zu beachten ist, dass dies vorübergehend ist, also verlasse dich nicht darauf, dass es ewig so bleibt.
Das Urteil
Alexa+ ist ein wirklich bedeutendes Upgrade. Die natürliche Konversation, die Erinnerungsfunktionen und die Dienst-Integrationen lassen es weniger wie ein Gadget und mehr wie einen echten Assistenten wirken. Ob es allein £19,99 pro Monat wert ist, lässt sich diskutieren, aber für Prime-Abonnenten ist es eine klare Sache. Überleg dir vielleicht nur zweimal, ob du ihm wirklich alles erzählst.
Den Originalartikel gibt es bei der Quelle.

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